Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Institution

Hospital der Israelitischen Gemeinde

1872 stifteten Isaak und Elisabeth Königswarter für die Frankfurter jüdische Gemeinde ein für die damalige Zeit modernes Krankenhaus im Stadtteil Ostend. Drei Jahre später wurde das "Königswarter Hospital" eröffnet.

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6130 Margarete (Grete, Gretchen) Adelsheimer
6058 Lisette Hess
6074 Theodor (Nathan) Neubürger
6039 Rosalie Jüttner
6046 Minna Hirsch
6031 Elisabeth Königswarter
6005 Beate (Berta, Beth) Berger
5975 Isaac Löw Königswarter
5959 Bertha Pappenheim
5970 Simon Kirchheim
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Mitglied der Planungskommission für ein Krankenhaus der Frankfurter jüdischen Gemeinde

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Theodor (Nathan) Neubürger


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Stifter

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Isaac Löw Königswarter
Mit dem Ziel der Gründung eines modernen jüdischen Krankenhauses in Frankfurt am Main stiftete der Bankier Isaac Königwarter 200.000 Gulden für die Israelitische Gemeinde.


5970 > 8254

Leitender Arzt (Chefarzt) der Inneren Station

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Simon Kirchheim
Seit 1877 leitete Simon Kirchheim erfolgreich die Innere Station des Hospitals der Israelitischen Gemeinde in Frankfurt am Main. 1908 musste er diese Stellung aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Den Titel eines Sanitätsrats hatte er abgelehnt.


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Geburtsdatum

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Margarete (Grete, Gretchen) Adelsheimer
Die Krankenschwester Margarete Adelsheimer geb. Seligmann wurde am 31. Mai 1886 in Wandsbek (heute Stadtteil von Hamburg) geboren. Sie war die Tochter von Hanna und Meyer Seligmann. Gedenkstätte Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Shoah-Opfer, Link (Gedenkblatt)


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Beginn der Ausbildung

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Minna Hirsch
Am 1. April 1889 begann Minna Hirsch als eine der ersten in Frankfurt am Main ausgebildeten jüdischen Krankenschwestern ihre Pflegeausbildung. "... den Kranken zum Troste und dem Judenthum zur Ehre...", S. 225


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Ausbildung und Tätigkeit als Krankenschwester in Frankfurt am Main

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Beate (Berta, Beth) Berger
Anfangs verdiente Beate Berger ihren Lebensunterhalt mit ungeliebten Lohntätigkeiten als Verkäuferin und danach als Lehrling in einem Manufakturenwarengeschäft in Gerresheim (heute Stadtteil von Düsseldorf). Mit 24 Jahren schlug sie einen ganz anderen Weg ein und arbeitete von 1910 bis zum Ersten Weltkrieg als Lern- und Krankenschwester am Frankfurter jüdischen Königswarter Hospital. "Diesen Berufswechsel empfand Beate Berger als sozialen Aufstieg" (Karin Wittneben). Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte [4], S. 27


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Zitat zu einem Konflikt im jüdischen Krankenhaus Frankfurt

Target Hospital der Israelitischen Gemeinde
Source Bertha Pappenheim
Ein (zu dieser Zeit nicht zur Veröffentlichung bestimmter) Brief Bertha Pappenheims vom 1. Mai 1912 belegt ihre kämpferische Solidarität mit Frauen im Krankenpflegeberuf. Sie fordert sogar zum Streik auf. In der Korrespondenz thematisiert sie einen Konflikt um 1912 im Frankfurter jüdischen Krankenhaus, der offenbar so hohe Wellen schlug, dass Bertha Pappenheim sogar an ihrem damaligem Aufenthaltsort Breslau davon erfuhr: "Es ist interessant, dass ich hier hörte, der neue Hospitalverwalter für das Frankfurter Krankenhaus sei sehr "schneidig". In gewissem Sinne und zur Abwechslung ist das ja ganz gut. - Aber er soll es auch zur Bedingung gemacht haben, mit keiner Oberin zu arbeiten. Wenn das wahr ist, dann bedeutet das einen bedauerlichen Rückschlag für die jüdische Gemeinde Frankfurts. Die nächste Folge wird ein qualitativer Rückgang des Schwesternmaterials sein. Die besten Schulen für Krankenpflege waren bisher Hamburg und Frankfurt, wo die Ausbildung bisher unter Mitwirkung einer Frau geschah. Wenn die Oberin nur Haushälterin im Schwesternhaus wird, dann muss das Niveau der Schwestern sinken. Wenn die Schwestern gescheit sind, streiken sie. - Ich begreife die Leitung des Frankfurter [Schwestern-]Vereins nicht, der so stolz auf seine qualitativen Unterschiede gegen andere Vereine ist, - nämlich die, in denen Schule und Schwesternhaus-Ausbildung und Leben getrennt sind." Sisyphus: gegen den Mädchenhandel - Galizien, S. 159