Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Altes israelitisches Hospital für Fremde
Institution

Zur Zeit der Auflösung des Frankfurter Judenghettos entstand 1796 ein Neubau des 'Alten israelitischen Hospital für Fremde'". Das Krankenhaus trat zum einen die Nachfolge des Spitals für auswärtige sowie bedürftige Juden (Hekdesch) an

Völckerscher Bleichgarten – Frankfurt am Main

Standort des Alten israelitschen Hospitals für Fremde

Völckerscher Bleichgarten – Frankfurt am Main

1796 entstand – offenbar ebenfalls auf dem Gelände des Völckerschen Bleichgartens – ein Neubau des alten Spitals für auswärtige und arme Juden (Hekdesch). Das „Alte israelitische Hospital für Fremde“ (nach Schiebler 1994) diente auch als Gesindespital und nahm kranke und pflegebedürftige Dienstboten auf. Das Krankenhaus bestand vermutlich bis zur Inbetriebnahme des modernen „Königswarter Hospitals“ um 1874.

Jüdische Stiftungen in Frankfurt am Main, S. 144f.



Ärzte am Spital

Im Hospital praktizierten um 1813 drei besoldete Ärzte: Dr. Simon Wolf (eigentl.: Dr. Wolf Amschel Worms) (gest. 1812), dessen Sohn Dr. Anselm Wolf (1773-1847) sowie Dr. Heinemann-Josef Goldschmidt (1808 kath. get., gest. 1835). Über das Pflegepersonal ist bislang nichts bekannt.

Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution [2], S. 257



Leitender Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital

Salomo Friedrich (Salomon) Stiebel

Von 1817 bis 1857 war Salomon Stiebel – auch nach seiner Taufe – Chefarzt und Chirurg am „Alten israelitischen Hospital für Fremde“ in Frankfurt am Main.



Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital

Heinrich Schwarzschild

Mit der Aussicht auf die zweite Arztstelle am Spital (vermutlich das „Alte israelitische Hospital für Fremde“) des ehemaligen Frankfurter Judenghettos war Heinrich Schwarzschild dort nach seiner Bewerbung 1831 als unbesoldeter Arzt tätig. Bei der Neubesetzung der Stelle blieb er zunächst unberücksichtigt.



Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital

Jacob (Jakob) Emden

Jacob Emden war von 1832 bis zu seinem Tod 1860 als Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital angestellt. Zuständig für innere Medizin, war er neben dem leitenden Arzt und Chirurgen Salomon Stiebel der zweite Hospitalarzt.



Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital

Maximilian Mayer (Max) Gundersheim

Max Gundersheim war von 1857 bis zur Inbetriebnahme des Königswarter Hospitals (um 1874) Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital.

Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution [2], S. 269



Zweiter Hospitalarzt

Heinrich Schwarzschild

Nach dem Ausscheiden des langjährigen Chefarztes Salomon Stiebel aus dem Frankfurter israelitischen Spital wurde Heinrich Schwarzschild zweiter Hospitalarzt.

Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution [2], S. 259



Arzt am alten Frankfurter israelitischen Spital

Alexander Crailsheim

Wann Alexander Crailsheim in das Spital eintrat ist unbekannt. Vermutlich praktizierte er dort bis zur Inbetriebnahme der Nachfolgerichtung „Königswarter Hospital“ um 1874.

Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution [2], S. 269



Informationen zum Spital

Schiebler, Gerhard [Verf. des Hauptteils]; Achinger, Hans [u.a.]: Jüdische Stiftungen in Frankfurt am Main


Vorläufer des "Königswarter Hospitals"

Hospital der Israelitischen Gemeinde


Nachfolger des Hekdesch

Spital für auswärtige und arme Juden (Hekdesch)


Vorläufer des "Königswarter Hospitals"

Hospital der Israelitischen Gemeinde


Sig 6798