Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Biographien der Krankenpflege
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„Geschick, Pflichttreue und große Herzensgüte“ – Rahel (Spiero) Seckbach, Oberin des Gumpertz’schen Siechenhauses

Die Vorgängerin: Oberin Thekla (Mandel) Isaacsohn
Das Hausstandsbuch zum Röderbergweg 62-64 (Hauptstandort des Gumpertz´schen Siechenhauses) ist bislang nicht auffindbar, die Datenlage zu den Pflegekräften und weiteren im Heim Tätigen wie der Krankenschwester Paula Ring und der Hausangestellten Rachel Kaplan entsprechend spärlich. Ergänzende Hinweise enthalten aber die Hausstandsbücher des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde (Gagernstraße) und des jüdischen Schwesternvereins (Bornheimer Landwehr), ebenso die Rechenschaftsberichte (vgl. z.B. Jüdischer Schwesternverein Ffm 1920) sowie Jahresberichte (vgl. Steppe 1997: 330-333) des Schwesternvereins. Solchen archivalischen Quellen verdanken wir die Namen der beiden Gumpertz´schen Oberinnen Thekla Mandel (von 1893/94 bis 1907) und Rahel Spiero (von 1907 bis 1941). Wie andere junge jüdische Frauen aus dem gesamten Kaiserreich reisten sie hochmotiviert in die jüdische Pflegemetropole Frankfurt am Main, um dort eine professionelle Ausbildung mit Zukunft zu erhalten.
Oberin Thekla Mandel (später verheiratete Isaacsohn), die Vorgängerin Rahel Spieros, wurde am 22. Juli 1867 im westfälischen Lippstadt geboren. Als Mitbegründerin des 1893 gegründeten Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main war sie gut bekannt mit Dr. Alfred Günzburg, Chefarzt des Gumpertz´schen Siechenhauses und Mitstreiter für eine professionelle und profilierte jüdische Krankenpflege. Um 1894 baute sie am damaligen Standort des Siechenhauses, Ostendstraße 75, die Pflege auf, schied aber 1907 wegen Heirat aus dem Schwesterndienst aus. Später kehrte sie wieder in den Pflegeberuf zurück, zuletzt als Leiterin eines von Mathilde von Rothschild gestifteten Erholungsheims für israelitische Frauen in Baden-Baden. Thekla Isaacsohn gehörte zu den Opfern der noch als ‚Ausweisung‘ getarnten Deportation der badischen und saarpfälzischen Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940 (‚Wagner-Bürckel-Aktion‘) in das südfranzösische Lager Gurs, wo die über Siebzigjährige am 3. Mai 1941 umkam.

Herkunft

Kartenansicht Polen mit Wojwodschaft Ermland-Masuren (Geburtsregion von Rahel Seckbach)
Kartenansicht Polen mit Wojwodschaft Ermland-Masuren (Geburtsregion von Rahel Seckbach) © CC-by-sa 2.0 (Odder, 07.10.2007, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wojewodztwa.svg)

Für Oberin Thekla sandte der Frankfurter jüdische Schwesternverein 1907 eine Nachfolgerin an das Gumpertz´sche Siechenhaus: Rahel Spiero (später verheiratete Seckbach), Anfang Dreißig und eine erfahrene Pflegekraft, hatte sich nach ihrer Ausbildung sieben Jahre lang im Krankenhaus und in der Privatpflege in Frankfurt sowie Hamburg bewährt. Sie stammte aus Ostpreußen (vgl. zur dortigen jüdischen Geschichte Brocke u.a. (Hg.) 2000): Am 23. Oktober 1876 wurde sie in dem Städtchen Prostken (heute Prostki, Polen) an der damals deutsch-russischen Grenze geboren und gehörte dem weitverzweigten Familienverband Spiero (auch: Spiro, Spira, Shapiro, Schapira, offenbar benannt nach der oberrheinischen Stadt Speyer, lateinisch: Spira) mit angesehenen Rabbinern und Gelehrten an. Außer ihrem Bruder Oskar L. Spiero hatte sie noch drei jüngere Schwestern: Minna (Wilhelmine) Spiero (geb. 1878), Rosa (Rosalie) Spiero (geb. 1885), Oberschwester am Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main, und Ida Spiero (geb. 1886), von Beruf Lehrerin. Sie blieben, vermutlich mangels geeigneter jüdischer Ehekandidaten, alle drei ‚ledig‘, und auch Rahel heiratete erst spät. Als einzige trug sie noch einen jüdischen Namen (nach der biblischen Stamm-Mutter Rachel), während die Vornamen ihrer Geschwister bereits die fortschreitende Akkulturation der deutsch-jüdischen Minderheit an die preußisch dominierte Mehrheitsgesellschaft widerspiegeln. Wie andere Oberinnen (etwa Julie Glaser) trug Rahel als Älteste mehrerer Geschwister frühzeitig familiäre Verantwortung und trainierte dabei organisatorische Fähigkeiten, die ihrer pflegerischen Laufbahn zugutekamen.

Oberin am Gumpertz´schen Siechenhaus
Schon ein Jahr nach ihrem Eintritt zeigte sich der Gumpertz´sche Vorstand hochzufrieden: „Die neue Oberin, Schwester Rahel, hat sich nun zu allseitiger Zufriedenheit in ihren neuen großen und verantwortungsvollen Pflichtenkreis eingewöhnt. Wir danken ihr aufrichtigst für die liebevolle Weise, in der sie ihre Obliegenheiten erfüllt“ (GumpSiechenhaus 1909: 5). Im Röderbergweg 62-64 unterstanden ihr die neu errichtete große Villa der Minka von Goldschmidt-Rothschild-Stiftung (Vorderhaus, anfangs 60 Betten) sowie das kleinere ältere Hinterhaus (etwa 20 Betten). Im Ersten Weltkrieg hielt sie zudem den Pflegebetrieb des Gumpertz´schen Lazaretts für verwundete Soldaten im Vorderhaus aufrecht und kooperierte dabei eng mit dem Verwalter Hermann Seckbach. Elf Jahre lang hatten sie am gleichen Arbeitsort Seite an Seite für die Schwächsten der Gesellschaft gewirkt und sich dabei als unentbehrliche Stützen des Pflegeheims erwiesen, bevor sie bei der gemeinsamen Bewältigung der Kriegskrankenpflege ein Paar wurden. Oberin Rahel Spiero war bereits 42 Jahre alt, als sie am 7. März 1919 Hermann Seckbach heiratete – zur großen Freude des gesamten Siechenhauses. Noch im gleichen Jahr kam am 15. Dezember das Töchterchen Ruth Rosalie zur Welt.
Bis zu ihrer Eheschließung war Rahel Seckbach Mitglied des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main, der sie als Oberin an das Gumpertz´sche Siechenhaus entsandt hatte; zwischen Verein und Siechenhaus bestand ein entsprechender Vertrag. Obgleich die Statuten keine diesbezüglichen Regelungen vorsahen, schied sie nach fast 20 Dienstjahren aus dem Verein und folgte dabei offenbar einem ungeschriebenen Gesetz: „Schwester Rahel hat […] 1907 die Oberinstelle am Gumpertz´schen Siechenhaus übernommen. Auf diesem schwierigen Posten an der Spitze eines ausgedehnten Betriebes mit recht schwierigen Aufgaben hat sie in der Leitung der Verwaltung wie der Krankenpflege durch Geschick, Pflichttreue und große Herzensgüte die größte Anerkennung und Wertschätzung bei der Verwaltung, den Ärzten und den Pfleglingen gefunden und sich große Verdienste erworben. Dezember 1918 entschloss sie sich, unseren Verein zu verlassen, um in die Ehe zu treten“ (Jüdischer Schwesternverein Ffm 1920: 60f. [Hervorheb. im Orig.]). Das Siechenhaus forderte beim Schwesternverein denn auch keine Nachfolgerin an, sondern „sah bei der Verheiratung seiner bisherigen Oberin von einer Erneuerung seines Vertrages mit uns ab und nahm diese bei ihm bewährte Kraft als Verwalterin weiter in seine eigenen Dienste“ (ebd. S. 70). In dieser offiziellen Funktion blieb Rahel Seckbach – für verheiratete Krankenschwestern ihrer Zeit eher ungewöhnlich – weiterhin in ihrem Amt: „Die Frau des Verwalters fungierte als Oberin des Spitals bei den Operationen. Sie hat auch jetzt noch den Posten in beiden Häusern inne“ (Cohn-Neßler 1920, S. 174).
Stress und Erschöpfung bei langjährigen Pflegekräften, die Unheilbare und Schwerbehinderte betreuten (vgl. z.B. Lubkin 2002; Schmidt 2015), wurden damals weniger thematisiert als heute. Doch liegt nahe, dass Oberin Rahel, die in die für ihre Frömmigkeit bekannte Familie Seckbach (vgl. Klamroth 2006) einheiratete und selbst in enger Verbindung zum traditionellen osteuropäischen Judentum, „wo noch der Geist der jüdischen Lehre so ganz die Menschen erfüllt“ (Seckbach 1918: 19), aufgewachsen war, ihre Motivation und Energie zu helfen aus den Heilkräften der jüdischen Sozialethik gewann. Bikkur Cholim (Krankenbesuch, Krankenpflege) und Gemilut Chasadim (Mildtätigkeit, Solidarität) waren religiöse Pflicht (Mitzwa), ohne sich selbst dabei zu ‚vergessen‘: „Die Betätigung im Dienste der Nächstenliebe gehört zu den höchsten Idealen des Judentums“ – so der auch als Autor tätige Hermann Seckbach (1918b: 403).

Bewährung in der NS-Zeit
Über drei Jahrzehnte lang gestaltete und meisterte „Schwester Rahel“, wie sie respekt- und liebevoll genannt wurde, als Oberin die Pflege am Hauptstandort Röderbergweg 62-64: zuerst in beiden Häusern, seit den späten 1920er Jahren nach der Vermietung des Vorderhauses an die Stadt Frankfurt im kleineren ‚Hinterhaus‘. Gleich nach der NS-Machtübernahme 1933 bekam sie ‚gestandene‘ Nationalsozialisten als unliebsame Nachbarn, die sich im ‚Vorderhaus‘ einquartierten. Im ‚Hinterhaus‘, jetzt mit Anschrift Danziger Platz 15, kamen später verfolgungsbedingt auch ihre Schwestern Minna und Ida Spiero unter (vgl. ISG Ffm: Hausstandsbücher Gagernstraße 36: Sign. 687 (Teil 2)), die sie bei den durch die NS-Repressalien erschwerten Pflegeaufgaben wahrscheinlich unterstützten.
Rahels Ehemann Hermann Seckbach verlor durch die faktische Auflösung des Gumpertz´schen Siechenhauses seine Lebensstellung als Verwalter; möglicherweise wurde er nach dem Novemberpogrom 1938 – wie viele andere männliche jüdische Leidensgenossen – vorübergehend in einem KZ festgehalten. Am 7. März 1939 flüchtete er nach England. Die Tochter Ruth Seckbach hatte Nazideutschland entweder schon vorher verlassen oder ihren Vater ins Exil begleitet, wo sie später als Lehrerin arbeitete; ihre Erfahrungen als „enemy alien“ (feindlicher Ausländer) in England während des Zweiten Weltkriegs hielt sie schriftlich fest (vgl. http://www.movinghere.org.uk/search/, siehe auch http://www.london-gazette.co.uk/issues/38179/pages/433/page.pdf, Aufrufe am 30.08.2013). Vermutlich sollte Rahel Seckbach ihrer Familie nachfolgen, was widrige Umstände, vor allem der Kriegsbeginn im September 1939, verhinderten.

 

Passfoto von Oberin Rahel Seckbach, 19.11.1940
Passfoto von Oberin Rahel Seckbach, 19.11.1940 – © Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Nach der Zwangsräumung des ‚Hinterhauses‘ am 7. April 1941 begleitete sie 46 Gumpertz´sche Bewohner/innen an ihre frühere Wirkungsstätte, das nunmehr letzte Frankfurter jüdische Krankenhaus in der Gagernstraße. Dort leistete sie Hospizpflege, da viele ihrer Betreuten den Strapazen des erzwungenen Ortswechsels erlagen. Rahels Schwester und Kollegin Rosa Spiero, langjährige Oberschwester im Krankenhaus, war am 24. März 1941 gerade noch rechtzeitig nach New York geflohen, wo sie bis ins hohe Alter als Krankenschwester arbeitete.

Todesanzeige, Rahel Seckbach
Todesanzeige, Aufbau 15 (16.09.1949) 37, S. 30 Online-Ausg.: Digitalisat, Leo Baeck Institute (Library Periodical Coll.)

KZ-Haft und Rettung
Am 18. August 1942 wurde Rahel Seckbach zusammen mit ihren Schwestern Minna und Ida Spiero in das Ghetto und Durchgangslager Theresienstadt deportiert. Im gleichen Transport befanden sich einige ihrer Betreuten wie Siegmund Keller sowie viele weitere Pflegekräfte, Bewohner/innen und Patientinnen/Patienten (vgl. den Artikel zu Karl Falkenstein) aus den zerstörten Frankfurter jüdischen Pflegeinstitutionen. Oberin Rahel war fast zweieinhalb Jahre in Theresienstadt inhaftiert, ihre nie nachlassende Sorge um die Hilfsbedürftigen hielt sie selbst am Leben. 1944 wurde ihre jüngste Schwester Ida Spiero von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, wo sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ermordet wurde.
Rahel Seckbach und ihrer Schwester Minna Spiero wurde unverhofft Rettung zuteil (siehe USHMM Database): Am 5. Februar 1945 entkamen sie mit einem von Himmler aus taktischen Gründen zugelassenen Rettungstransport von Theresienstadt in die Schweiz (St. Gallen) – dem einzigen, da Hitler weitere Transporte persönlich untersagte (hierzu Adler 2012; Flügge 2004). Nachdem Rahel wieder einigermaßen zu Kräften gekommen war, konnte sie nach Kriegsende zusammen mit Minna endlich zu Ehemann und Tochter nach England ausreisen. Sie blieb durch die KZ-Haft geschwächt, doch verlebte das Ehepaar Seckbach im Exil noch vier gemeinsame Jahre. Rahel Seckbach verstarb am 4. September 1949 mit 72 Jahren in Manchester. Ein ehemaliger Mithäftling, Dr. Leopold Neuhaus, der 1946 nach Detroit ausgewanderte erste Rabbiner der Frankfurter jüdischen Nachkriegsgemeinde, veröffentlichte einen bewegenden Nachruf: „Was diese wunderbare Frau als langjährige Leiterin des Jüdischen Siechenheims in Frankfurt a.M. geleistet hat, ist allen Frankfurtern [der jüdischen Gemeinde, B.S.] bekannt. Sie hat die Aermsten der Armen, die hilflosen Siechen, die jahrelang ans Bett gefesselt waren, so betreut, dass sie ein Engel in Menschengestalt genannt werden kann. […] Das ging so weit, dass sie sogar den Unmenschen der Gestapo Hochachtung abgerungen hat. Und als sie trotz alledem das Siechenhaus dieser Gestapo überlassen musste, ging sie mit ihren Kranken ins Konzentrationslager Theresienstadt und hat dort fast 3 Jahre für sie in der selben Hingebung gearbeitet wie früher in besseren Zeiten. Das kleine Zimmer, in der Jägerstraße in Theresienstadt, war von morgens bis abends […] ‚überfüllt‘ von den Menschen, und das Ghetto rühmte ihr Wirken, die Arbeit von ‚Schwester Rahel'“ (Neuhaus 1949).

Birgit Seemann, 2013, aktualisiert 2018

Ungedruckte Quellen


ISG Ffm: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main:

Hausstandsbücher Gagernstraße 36: Sign. 686 (Teil 1); Sign. 687 (Teil 2)

Hausstandsbuch Bornheimer Landwehr 85: Sign. 655

Nullkartei

StAFreiburg: Landesarchiv Baden-Württemberg: Abteilung Staatsarchiv Freiburg

Bestand F 196/1 Nr. 5886: Personalakte (Entschädigungsakte) Isaacsohn, Thekla

Ausgewählte Literatur


Adler, H.[ans] G.[ünther] 2012: Theresienstadt. 1941–1945. Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft. Mit e. Nachw. v. Jeremy Adler. 2. Aufl. Reprint d. Ausg. Tübingen 1960, 2. Aufl. Darmstadt.

Brocke, Michael [u.a.] (Hg.) 2000: Zur Geschichte und Kultur der Juden in Ost- und Westpreußen. Hildesheim [u.a.].

Cohn-Neßler, Fanny 1920: Das Frankfurter Siechenhaus. Die Minka-von-Goldschmidt-Rothschild-Stiftung. In: Allgemeine Zeitung des Judentums 1920, H. 16 (16.04.1920), S. 174-175. Digitale Ausg.: http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/judaica/ (Compact Memory)

Flügge, Manfred 2004: Rettung ohne Retter oder: ein Zug aus Theresienstadt. München.

GumpSiechenhaus 1909: Sechzehnter Rechenschaftsbericht des Vereins „Gumpertz`sches Siechenhaus“ in Frankfurt a.M. für das Jahr 1908. Frankfurt/M.: Slobotzky.

GumpSiechenhaus 1913ff.: Rechenschaftsbericht des Vereins „Gumpertz`sches Siechenhaus“ und der „Minka von Goldschmidt-Rothschild-Stiftung“. Frankfurt/M.: Slobotzky, 1913ff. Online-Ausg.: Frankfurt/M.: Univ.-Bibliothek Frankfurt/M., 2011: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:30:1-306391.

Jüdischer Schwesternverein Ffm 1920: Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt a.M.: Rechenschaftsbericht 1913 bis 1919. Frankfurt/M.

Kingreen, Monica (Hg.) 1999: „Nach der Kristallnacht“. Jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938-1945 Frankfurt/M., New York., S. 119-155.

Klamroth, Sabine 2006: Die Mayers – die Halberstadts – die Bachs – die Seckbachs. In: dies.: „Erst wenn der Mond bei Seckbachs steht“. Juden im alten Halberstadt. Halle, S. 122-133.

Lubkin, Ilene Morof 2002: Chronisch Kranksein. Implikationen und Interventionen für Pflege- und Gesundheitsberufe. Unter Mitarb. v. Pamala D. Larsen. Aus d. Amerikan. v. Silvia Mecke. Bearb. v. Rudolf Müller. Dt.-sprach. Ausg. hg. v. Regina Lorenz-Krause u. Hanne Niemann. Bern [u.a.].

Neuhaus, Leopold 1949: [Nachruf auf Rahel Seckbach]. In: Aufbau 15 (23.09.1949) 38, S. 41 [siehe auch Todesanzeige in: Aufbau 15 (16.09.1949) 37, S. 30].

Schmidt, Brinja 2015: Burnout in der Pflege. Risikofaktoren – Hintergründe – Selbsteinschätzung. 2., erw. u. überarb. Aufl. Stuttgart.

Seckbach, Hermann 1918: Das Glück im Hause des Leids. Skizzen aus einem Krankenhaus und Lazarett in der Kriegszeit. Frankfurt/M. = Kriegsschrift der Agudas Jisroel Jugendorganisation; 4.

Seemann, Birgit 2014: „Glück im Hause des Leids“. Jüdische Pflegegeschichte am Beispiel des Gumpertz’schen Siechenhauses (1888-1941) in Frankfurt/Main. In: Geschichte der Pflege. Das Journal für historische Forschung der Pflege- und Gesundheitsberufe 3 (2014) 2, S. 38-50

Seemann, Birgit 2017: Judentum und Pflege: Zur Sozialgeschichte des orthodox-jüdischen Gumpertz’schen Siechenhauses in Frankfurt am Main (1888–1941). In: Nolte, Karin/ Vanja, Christina/ Bruns, Florian/ Dross, Fritz (Hg.): Geschichte der Pflege im Krankenhaus. Historia Hospitalium. Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Krankenhausgeschichte, Band 30. Berlin, S. 13-40

Seemann, Birgit 2018: Seckbach (geborene Spiero), Rahel Sara (1876–1949). In: Kolling, Hubert (Hg.): Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. Band 8. Nidda, S. 258- 262

Steppe, Hilde 1997: „… den Kranken zum Troste und dem Judenthum zur Ehre …“. Zur Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Deutschland. Frankfurt/M.

Internetquellen in Auswahl (Aufruf am 23.10.2017)


JM Ffm: Jüdisches Museum und Museum Judengasse Frankfurt am Main (mit der internen biographischen Datenbank der Gedenkstätte Neuer Börneplatz): http://www.juedischesmuseum.de.

Theresienstädter Initiative: Institut Terezínské iniciativy: Datenbank der Holocaust-Opfer: http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/

USHMM Database: United States Holocaust Memorial Museum: Holocaust Survivors and Victims Database: https://www.ushmm.org/remember/the-holocaust-survivors-and-victims-resource-center