Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

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Geh. Sanitätsrat Dr. med. (Johann) Jakob de Bary

  • Geboren

    03.07.1840 in Frankfurt am Main

  • Gestorben

    05.05.1915 in Frankfurt am Main

  • Begräbnisstätte

    Hauptfriedhof Frankfurt am Main
  • Nationalität

    deutsch
  • Konfession

    evangelisch

Chronik

03.07.1840

Geburtsdatum

Ende 1875 - Um 1915

Erster leitender ArztClementine Kinderhospital

Die Stifterin Louise von Rothschild ernannte den Hausarzt ihrer Familie, Jakob de Bary, zum ersten leitenden Arzt (Chefarzt) des Clementine Mädchen Spitals.

1883 - 1912

Kommunalpolitisches Engagement

Jakob de Bary war nicht nur ein erfolgreicher Arzt, sondern erwarb sich in Frankfurt am Main zugleich als Wissenschaftler, Kommunalpolitiker und Wohltäter vielfältige Verdienste. Von 1883 bis 1912 amtierte er als Stadtverordneter und war u.a. Mitglied des Städtischen Gesundheitsamts. Weitere biographische Angaben enthält außer dem ersten Band der "Frankfurter Biographie" u.a. Kallmorgen 1936, hier allerdings mit einem inkorrekten Vermerk: Nicht Jakob de Bary gründete das Carolinum, sondern Hannah Louise von Rothschild.

06.05.1893 - 1915

Vorsitzender des StiftungsvorstandsCarolinum (Heilanstalt)

Von 1893 bis zu seinem Tod im Jahre 1915 amtierte Jakob de Bary als Vorsitzender des Stiftungsvorstands des Carolinum (Heilanstalt sowie Zahnklinik).

05.05.1915

Todestag

2012

Literatur zu Jakob de BaryDie Rolle des Dr. de Bary

Christiane de Bary, die Verfasserin des Leserbriefs, ist eine Urenkelin von Jakob de Bary.

Notizen

Jakob de Bary und seine Frau (Maria Karoline) Julie geb. Kriegk waren die Eltern von August de Bary.

Jakob de Bary und seine Frau (Maria Karoline) Julie geb. Kriegk waren die Eltern von Luise de Bary.

Im heutigen Belgien (Barry bei Tournai) wurde die Familie de Bary wegen ihres protestantischen Glaubens verfolgt. Ein Zweig der Familie war seit 1555 im religiös liberaleren Frankfurt am Main ansässig. Die de Barys brachten angesehene Bankiers, Mediziner, Juristen und Gelehrte hervor; sie engagierten sich sowohl karitativ als auch kommunalpolitisch. Signifikant sind die engen Verbindungen zwischen den einstigen Glaubensflüchtlingen de Bary und den von Judenhass bedrohten Rothschilds. Sie hatten großen Anteil an den Rothschild-Stiftungen Carolinum und Clementine Kinderhospital. Nach der Familie de Bary ist im Frankfurter Stadtteil Nordend eine Straße benannt.