Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

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Johanna (Johanette/ Johannetta/ Janette/ Jeanette) Beermann (Bermann)

Chronik

10.07.1863

Geburtsdatum

Die Krankenschwester Johanna Beermann (auch: Jeanette Bermann) wurde am 10. Juli 1863 in Wittlich (Südeifel, Rheinland-Pfalz) geboren.

1895

Ausbildung am Jüdischen Krankenhaus Köln (Kooperationsvereinbarung mit dem Frankfurter jüdischen Schwesternverein)Jüdisches Krankenhaus Köln (Israelitisches Asyl für Kranke und Altersschwache)

1896

Aufnahme in den Frankfurter jüdischen Schwesternverein (Ausbildung abgeschlossen)Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main

Seit 1896

Berufliche Einsatzorte im Auftrag des Frankfurter jüdischen Schwesternvereins

Johanna Beermann pflegte am Israelitischen Krankenhaus Hamburg, am Israelitischen Spital zu Basel sowie in der Privat- und Armenpflege.

Um 1910 - 1912

Zweijähriger Einsatz im Auftrag des Schwesternvereins für den Frankfurter Verband für SäuglingsfürsorgeFrankfurter Verband für Säuglingsfürsorge

1911 - 1912

Informationen zu Johanna Beermann (Erwähnung)Frankfurter Verband für Säuglingsfürsorge (Periodikum)

Seit 1914

Leiterin der Säuglings-Milchküche (Mitarbeit seit 1913)Säuglings-Milchküche (Schwesternhaus)

27.04.1914 - 19.11.1940

Umzug von der Königswarterstraße 20 (altes Schwesternhaus) in die Bornheimer Landwehr (jüdisches Schwesternhaus), dort bis 1940 wohnhaftVerein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main

Am 1. November 1920 wurde Johanna Beermann pensioniert. Sie wohnte weiterhin im Frankfurter jüdischen Schwesternhaus.

19.11.1940

Zwangsumzug in das Frankfurter jüdische Krankenhaus GagernstraßeKrankenhaus der Israelitischen Gemeinde

Infolge der nationalsozialistischen Zwangsräumung des Frankfurter jüdischen Schwesternhauses im November 1940 verlor Johanna Beermann ihren Alterssitz und musste in das jüdische Krankenhaus Gagernstraße umziehen.

23.08.1942

Todestag

Am 23. August 1942 verstarb Schwester Johanna Beermann in ihrer langjährigen beruflichen Wirkungsstätte, dem Frankfurter jüdischen Krankenhaus. Der nationalsozialistischen Zwangsräumung des Krankenhauses und den nachfolgenden Deportationen konnte sie nur durch Suizid entgehen.

2013

Informationen zu Johanna Beermann (Bermann) und ihrer FamilieWittlich (Kreis Bernkastel-Wittlich)

16.10.2018

Grabfoto von Johanna Beermann, erstellt am 16.10.2018Beermann, Johanna - Grabfoto

Abbildung: Beermann, Johanna - Grabfoto

Notizen

Informationen zu Johanna Beermann (Jeanette Bermann)Museum Judengasse Frankfurt am Main / Datenbank Gedenkstätte Neuer Börneplatz

Informationen zu jüdischen Deportierten aus WittlichGedenkbuch BA Koblenz

Das Online-Gedenkbuch des Bundesarchivs Koblenz verzeichnet insgesamt 170 in Wittlich geborene und/oder wohnhafte deportierte Bürgerinnen und Bürger jüdischer Herkunft. Viele trugen den Namen Bermann. Handelte es sich um Verwandte von Johanna Beermann?

Informationen zur jüdischen Geschichte in Wittlich

Umfangreiche Informationen und einige Abbildungen über die traditionsreiche jüdische Gemeinde von Wittlich hält die Homepage "Alemannia Judaica" bereit.