Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Recherche

Gagernstraße 36, Frankfurt am Main

Chronik

1914

Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde / WirtschaftsgebäudeKrankenhaus der Israelitischen Gemeinde / Wirtschaftsgebäude

Abbildung: Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde / Wirtschaftsgebäude

Im Osten der Krankenhausanlage gelegenes Wirstschaftsgebäude

17.05.1914 - 10.1942

Standort / Dauer der EinrichtungKrankenhaus der Israelitischen Gemeinde

Das Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde in der Gagernstraße 36 wurde auch Jüdisches Krankenhaus genannt. Es bestand vom 17. Mai 1914 bis zur NS-Zwangsschließung im Oktober 1942.

Um 1930

Krankenhaus der Israelitischen GemeindeKrankenhaus der Israelitischen Gemeinde

Abbildung: Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde

Luftaufnahme und Gesamtansicht von Krankenhaus und Schwesternhaus in Frankfurt am Main, Gagernstraße 36, von ca. 1930. Vorne im Bild quert die Saalburgallee. Das zentrale Karree in der Mitte des Bildes ist der Krankenhauskomplex, eingrahmt von der Gagernstraße (rechts) und der Bornheimer Landwehr (oberhalb). In der Bornheimer Landwehr schließt das Gebäude des Schwesternhauses an den Krankenhauskomplex an (oberhalb, links), Bornheimer Landwehr 85.

31.10.1941 - 18.08.1942

Gagernstraße 36Karl Falkenstein

Karl Falkensteins letzte Wohnadresse in Frankfurt am Main war das Altenheim im Jüdischen Krankenhaus in der Gagernstraße 36. Der letzte Eintrag im Hausstandsbuch der Gagernstraße 36 ist: "18.8.42 evakuiert, Stapo".

Um 1942

Gagernstraße 36David Philippsohn

Das Altenheim in der Gagernstraße 36 war vermutlich die letzte Wohnadresse von David Philippsohn in Frankfurt am Main.

14.11.1945

Standort / Einweihung des jüdischen Alters- und SiechenheimsJüdisches Alters- und Siechenheim Frankfurt am Main

Das Alters- und Pflegeheim bot Platz für 50 Schoah-Überlebende.

26.09.1948 - 07.1949

Versuch der Wiederbegründung des KrankenhausesKrankenhaus der Israelitischen Gemeinde

Am 26. September 1948 wurde das Krankenhaus der Frankfurter jüdischen Gemeinde - im wesentlich geringeren Umfang als sein Vorgänger - feierlich wiedereröffnet. "Mit dem Jüdischen Krankenhaus wollte man auch die Krankenstation im jüdischen DP-Lager Zeilsheim ersetzen, das in dieser Zeit aufgelöst werden sollte, und jüdische Patienten medizinisch und finanziell unterstützen." Infolge der mangelnden Nutzung wurde die so hoffnungsvoll begründete Einrichtung im Juli 1949 schon wieder geschlossen. Bis heute (Stand Januar 2012) gibt es in Frankfurt am Main kein jüdisches Krankenhaus mehr.

Seit 1952

Weitere Nutzung des StandortsBornheimer Landwehr 79 b, Frankfurt am Main

1952 wurde das Alten- und Pflegeheim der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main eröffnet. Es befindet sich auf dem ehemaligen bzw. benachbarten Gelände des einstigen Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde (Gagernstraße 36). Der Gebäudekomplex umfasst das Altenzentrum (Bornheimer Landwehr 79 b) und die Altenwohnanlage (Gagernstraße 38).