Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

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Israelitische Waisenanstalt Frankfurt am Main, Institution

Chronik

1876 - 1903

1. Standort des Frankfurter jüdischen WaisenhausesUhlandstraße 13, Frankfurt am Main

Uhlandstr. 13/Seilerstr. 24

1876

Gründung der Einrichtung Israeltische Waisenanstalt

Privatpersonen trugen das Grundkapital zusammen, durch feste Jahresbeiträge wurde der Unterhalt gesichert. Rechtlich war die Einrichtung unabhängig, gehörte dennoch zu den Wohlfahrtseinrichtungen der Israeltischen Religionsgesellschaft.

1903 - 1942

2. Standort der EinrichtungRöderbergweg 87, Frankfurt am Main

Röderbergweg 87

Röderbergweg 87

1937 - 1939

Im Frankfurter jüdischen WaisenhausHenry D. (Heinz) Schuster

1937 brachte die Witwe Rosa Schuster ihren Sohn im Frankfurter jüdischen Waisenhaus unter. Noch vor Kriegsbeginn 1939 verließ er Nazideutschland mit einem Kinderrettungstransport nach Frankreich, später gelang ihm die Flucht in die USA.

29.08.1940

Vermutlich NS-verfolgungsbedingter Umzug von Emilie Falk nach Frankfurt am MainBettina Falk

Am 29. August 1940 folgte Emilie Falk ihrer älteren Schwester nach Frankfurt am Main. Sie zog in den Röderbergweg und kam vermutlich als Bürokraft in der Israelitische Waisenanstalt unter.

Um 07.1941

Leiterin der Mädchenabteilung der Israelitischen WaisenanstaltEmma Else Rothschild

Zuletzt leitete Emma Rothschild die Mädchenabteilung der Israelitischen Waisenanstalt, deren Zögling sie selbst einst war.

1942

Aufnahme von Kindern aus der NS-zwangsaufgelösten Israelitischen Waisenanstalt in das Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge (dort erstmals Einrichtung einer Jungengruppe im Alter von sechs bis 14 Jahren)Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge e.V.

"Am oberen Röderbergweg war seit sehr vielen Jahren das Israelitische Waisenhaus. Diese armen Kinder wurden liebend betreut von Herrn und Frau Marx. Es kam der Tag, als die verruchten Mörder angefahren kamen, um alle diese Waisenkinder zur grausamen Vernichtung abzutransportieren. Die gütige Waisenmutter Frau Marx konnte es nicht verhindern, so ging sie freiwillig mit; sie sagte: "Ich gehe mit meinen Kindern!" (Zeitzeugenbericht von A. O., S. 113).

1995

Literatur zur Israelitischen WaisenanstaltVor den Nazis gerettet

2000

Literatur zur Israelitischen WaisenanstaltOstend

2003

Literatur zur Israelitischen WaisenanstaltStiftungen jüdischer Bürger Frankfurts für die Wohlfahrtspflege

2004

Literatur zur Israelitischen WaisenanstaltKinderauswanderung und Kindertransporte

2010

Literatur zur Israelitischen WaisenanstaltAbraham's Son: The Making of an American

Heimkind in der Israelitischen Waisenanstalt (Röderbergweg 87)Emma Else Rothschild