Jüdische Pflege- geschichte

Jewish Nursing History

Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main

Der jüdische Krankenbesuch (Bikkur Cholim)

Was bedeutet „Bikkur Cholim“?

Zeichung als Briefkopf: Logo des Bikur Cholim Hospital, Jerusalem
Briefkopf aus dem Jahre 1880

Wer nach den Ursprüngen jüdischer Krankenpflege forscht, stößt auf den hebräischen Begriff „Bikkur Cholim“ (deutsch: Krankenbesuch): Widmet sich ein Mitglied der jüdischen Gemeinde einem erkrankten Mitmenschen, erfüllt es gleich mehrere Gebote der Tora. Der Krankenbesuch ist von dem Gebot der Nächstenliebe (Lev. 19, 18, vgl. auch Lewkowitz 1987) nicht zu trennen und für alle jüdischen Gläubigen eine heilige Pflicht (Mitzwa). Sie „gilt nicht nur für Israeliten […], der Besuch ist auch bei Nicht-Israeliten auszuführen, um gute gesellschaftliche Beziehungen zu bewahren. Ein Erwachsener hat die Pflicht auch kranke Kinder zu besuchen, ein Gelehrter soll auch einfache Leute, ein Frommer auch Unfromme besuchen“ (Kottek 2010, S. 35). Es entsprach den Traditionen der jüdischen Sozialethik, dass sich die nach der Auflösung des Judenghettos gegründeten jüdischen Krankenhäuser zu Frankfurt am Main allen Heilung Suchenden öffneten.

In Deutschland existierte vor und neben der christlichen (künftig wohl auch islamischen und interkulturellen) stets auch eine jüdische Krankenpflege. In den beengten Verhältnissen der europäischen Ghettos Europas, in die die christliche Mehrheitsbevölkerung ihre jüdischen Nachbarn pferchte, waren gesundheitliche Selbsthilfe und Vorsorge gegen ansteckende Krankheiten unumgänglich. Mit der Errichtung des Judenghettos 1462 entstand in Frankfurt am Main das erste dort nachweisbare jüdische Spital. Jahrhunderte später endete Frankfurts jüdische Pflegegeschichte in der organisierten Vernichtung des Nationalsozialismus. Wie die Pflegeforscherin Hilde Steppe in ihrem Standardwerk zur jüdischen Pflegegeschichte hervorhebt, ergibt sich auch aus den „vielfältigen Erwähnungen des Krankenbesuchs in den talmudischen Schriften … die hohe Bedeutung, die dem Krankenbesuch im Judentum beigemessen wird“ (Steppe 1997: 82f.; siehe auch Probst (Hg.) 2017). Daher muss vor der Bikkur Cholim keine Bracha (deutsch: Segen) gesprochen werden (Ahren 2001).

Über den Ursprung des jüdischen Krankenbesuchs informierte der Sozialmediziner Dr. Wilhelm Hanauer 1914 anlässlich der Einweihung des neuen Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main: „In vielen Städten befanden sich zur Zeit des Tempels [= altisraelitisches Heiligtum in Jerusalem, B.S.] fromme Brüderschaften, die Chaberim, die neben der Armenpflege und der Totenbestattung auch die Krankenpflege ausübten. Diese Brüderschaften sind vielleicht die Vorläufer der noch heute in fast allen jüdischen Gemeinden bestehenden Chewra Kadischa [= Beerdingungsgesellschaften, B.S.]“ (Hanauer 1914: 7). Während die Männervereinigungen sich um männliche Kranke kümmern, betreuen entsprechende Frauenvereinigungen die weiblichen Patienten. Die Bikkur Cholim bleibt dabei nicht auf die Körperpflege und Reinigung des Krankenzimmers beschränkt: „Man solle ferner den Kranken auch psychisch beeinflussen, ihn unterhalten und trösten, für seine Genesung beten. Es war ferner Sitte, dass auch Gebete für die Kranken in der Synagoge verrichtet wurden“ (ebd.). Dem einflussreichen „Schulchan Aruch“ zufolge – das erstmals 1565 in Venedig gedruckte Handbuch des Rabbiners Josef Karo überliefert und kommentiert das Gesetzeswerk (Halacha) des Judentums – gehört zu einer umfassenden Pflege auch die materielle Unterstützung bedürftiger Kranker.

Bikkur Cholim und die interkulturelle Pflege
Die Einhaltung jüdischer Feiertage und die koschere Speisezubereitung sind Teil der jüdischen Pflege. Nahezu jedes jüdische Krankenhaus verfügte und verfügt über eine eigene Haussynagoge. Größere Einrichtungen setzen am Sabbat nichtjüdisches Pflegepersonal ein. Den autobiographischen Aufzeichnungen der während der NS-Zeit nach Ägypten emigrierten Krankenschwester Thea Levinsohn-Wolf verdanken wir einen lebendigen Einblick in die Pflegeethik des Jüdischen Krankenhauses von Alexandria: „[…] wir nahmen uns vor, das Krankenhaus so zu führen, wie wir es vom Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main her gewohnt waren: hohes medizinisches Niveau, gute Pflege, menschliche Wärme und Verständnis den Patienten gegenüber, gegenseitige Hilfsbereitschaft und enge Zusammenarbeit des gesamten Personals zum Wohle der Kranken, Behandlung jedes Pflegebedürftigen, der an unsere Pforte klopfte, egal welcher Hautfarbe und Nationalität, sei er arm oder reich, Jude, Christ oder Araber. […] Wir hatten einen Hausrabbiner, dessen Hauptaufgabe u.a. darin bestand, neben den sterbenden Patienten zu sein, mit ihnen zu beten, auch bei den Toten bis zu deren Bestattung zu bleiben und die religiösen Waschungen der Verstorbenen zu begleiten. Selbstverständlich konnte jeder Kranke einen Priester seiner Religion zu sich bitten. So lernten wir Priester sämtlicher Religionen kennen. Sie alle wurden von uns immer mit der ihnen gebührenden Ehrerbietung empfangen“ (Levinsohn-Wolf 1996, S. 38, S. 40). Die jüdischen Diaspora- und Migrationserfahrungen formten die Bikkur Cholim zu einer Vorreiterin interkultureller Pflege. Bis heute kommen das Personal und die Patientinnen und Patienten aus den verschiedensten Ländern und Regionen; ihre religiösen und politischen Anschauungen sind vielfältig.

Zeichnung: Logo des Bikur Cholim Hospital, Jerusalem
Logo des Bikur Cholim Hospital, Jerusalem © www.bikurcholim.de (ursprüngliche Website nicht mehr aktiv)

Zur Aktualität von Bikkur Cholim und der jüdischen Krankenpflege in Deutschland
Während der sozioökonomischen Umbrüche in Osteuropa nahm dort seit Beginn der 1990er Jahre der Antisemitismus zu; etwa 100.000 Betroffene wanderten als Kontingentflüchtlinge in die Bundesrepublik ein. Mit den gewachsenen oder neu gegründeten jüdischen Gemeinden entstanden in vielen Städten und Gemeinden Chewra Kaddischa- und Bikkur Cholim-Initiativen. Zur Gründung neuer jüdischer Krankenhäuser kam es bislang (Stand: 2017) noch nicht. Einzig das Jüdische Krankenhaus Berlin hatte die NS-Zerstörung des jüdischen Pflegewesens überlebt und konnte 2006 sein 250-jähriges Bestehen feiern. Auch in Frankfurt am Main bleiben jüdische Kranke weiterhin auf städtische und christliche Kliniken angewiesen. Ansprechpartner/innen finden sie bei der Frankfurter „Bikkur Cholim“, einer Unterabteilung der hiesigen traditionellen Beerdigungsbrüderschaft Chewra Kadischa.

Außerhalb Deutschlands tragen jüdische Krankenhäuser wie das Bikur Cholim Hospital in Jerusalem den Namen Bikkur (oder: Bikur) Cholim. So findetdie Tradition des jüdischen Krankenbesuchs ihre aktuelle Fortsetzung.

Birgit Seemann, 2009, aktualisiert 2017

 

Literatur und Links (Aufruf v. 03.08.2017)


Ahren, Yizhak 2001: Bikkur Cholim. In: http://www.hagalil.com/archiv/2001/06/bikkur-cholim.htm

Berger, Noemi 2013: Bikur Cholim. In: Jüdische Allgemeine, 25.07.2013, http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16546

Epstein, Sharon Selib 1999: Visiting the sick. The mitzvah of bikur cholim. Northvale, N.J. (Jason Aronson)

Hanauer, Wilhelm 1914: Zur Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Frankfurt am Main. In: Festschrift zur Einweihung des neuen Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt. Frankfurt/M., S. 7

Herlitz, Georg/ Kirschner, Bruno (Begr.) 1987 [1927]: Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden […] unter red. Mithilfe v. Ismar Elbogen […]. Frankfurt/M., Bd I: A-C, S. 1038

Kottek, Samuel S. 2010: Wohlfahrtspflege in der jüdischen Gemeinde: der Krankenbesuch. In: Heidel, Caris-Petra (Hg.) 2010: Jüdische Medizin – Jüdisches in der Medizin – Medizin der Juden? Frankfurt/M., S. 33-38 – [Siehe auch die Beiträge von Gerhard Baader und Caris-Petra Heidel in diesem Band]

Levine, Aaron 1987: Bikkur Cholim. How to perform the great mitzvah of visiting the sick, Toronto, Kanada (Zichron Meir Publications) 1987

Levinsohn-Wolf, Thea 1996: Stationen einer jüdischen Krankenschwester. Deutschland – Ägypten – Israel. Frankfurt/M.

Lewkowitz, Julius 1987 [1927]: Nächstenliebe. In: Herlitz/ Kirschner, Bd IV/1, S. 374f.

Lewy, Wilhelm 1987 [1927]: Bikkur Cholim. In: Herlitz/ Kirschner, Bd I, S. 1038

Probst, Stephan M. (Hg.) 2017: Die Begleitung Kranker und Sterbender im Judentum. Bikkur Cholim, jüdische Seelsorge und das jüdische Verständnis von Medizin und Pflege. Berlin

Ryzhik, Arkady 2011: „Wie Er die Kranken besuchte, sollst auch du sie besuchen.“ Bikkur Cholim – Die Stunden eines Seminars. In: Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., Frankfurt am Main: ZWST informiert, Dez. 2011, Ausg. 4, S. 11 (online: http://www.zwst.org/de/home/)

Steppe, Hilde 1997: „… den Kranken zum Troste und dem Judenthum zur Ehre …“. Zur Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Deutschland. Frankfurt/M.

Zwebner, Bat Tova/ Shofnos, Chana 1989: The healing visit. Insights into the mitzvah of bikur cholim. Southfield, Mich., USA (Targum Press)

Weitere Quellen


Museum Judengasse Frankfurt am Main (Infobank): www.juedischesmuseum.de/judengasse

Käppeli, Silvia 2004: Die Anfänge der jüdischen Krankenpflege. In: dies.: Vom Glaubenswerk zur Pflegewissenschaft. Geschichte des Mit-Leidens in der christlichen, jüdischen und freiberuflichen Krankenpflege. Bern u.a., S. 117-126

Trabert, Brigitte 2005: Patienten jüdischen Glaubens und die Krankenpflege in deutschen Kliniken. Soziale Repräsentationen pflegerischen Handelns. Münster

Thea Wolf auf dem Weg zur jüdischen Krankenschwester

… und sie wurden richtig stolz auf ihre ‚Krankenschwester-Tochter‘.“

Die Ausbildung zur Krankenschwester in jüdischen Einrichtungen

Fotografie: Schwester Thea, 1932.
Schwester Thea, 1932; aus: Thea Levinsohn-Wolf, Stationen einer jüdischen Krankenschwester. Deutschland – Ägypten – Israel, Frankfurt am Main 1996, S. 26

In den 1890er Jahren organisierten sich die ersten jüdischen Krankenpflegevereine. Sie widmeten sich der Ausbildung von Krankenschwesterschülerinnen und halfen so den Beruf der Krankenschwester zu etablieren. Dies bestätigt auch Schwester Selma Mayer, die in Hamburg ausgebildet worden war und 1916 nach Palästina ging. Sie berichtet, dass eine Kollegin und sie selbst die ersten jüdischen Schwestern waren, die ein deutsches staatliches Diplom erhielten: „The first time that Jewish nurses sat for examinations by the German authorities and received a German State Diploma was in 1913″.1

Noch 1921 ging man davon aus, dass für den Beruf der Krankenschwester „vorzugsweise Mädchen und Frauen von gutem Herkommen zu berücksichtigen“2 seien. Doch in der Praxis interessierten sich die angesprochenen Töchter aus wohlhabenden Häusern oftmals für ein Studium der Medizin. Da der Beruf der Krankenschwester eine gute soziale Absicherung bot, war er zudem attraktiv für Mädchen und junge Frauen, die auf ein geregeltes Einkommen angewiesen waren. So öffnete sich die Ausbildung auch für „niedere Kreise“ womit „Köchinnen, Dienstmädchen, Ladnerinnen, Gouvernanten, Kindergärtnerinnen und Elementarschullehrerinnen“ gemeint waren3. Das erwünschte Eintrittsalter zur Ausbildung lag zwischen 20 und 30 Jahren, so dass eine gewisse Reife, gewonnen durch Berufserfahrungen in unterschiedlichen Bereichen, vorausgesetzt werden konnte und Bildungsbereitschaft vorhanden war4.

Durch den Ersten Weltkrieg kam es jedoch zu einem Bruch. Gustav Feldmann, der in Stuttgart praktizierende jüdische Arzt, der sich immer wieder für die „Etablierung und fürsorgliche Ausgestaltung der beruflichen jüdischen Krankenpflege in Deutschland“5 einsetzte schrieb 1924, dass „während des Krieges der Zustrom der Schülerinnen in allen Vereinen fast vollkommen versiegte, in den ersten Nachkriegsjahren hat er überhaupt ganz aufgehört, weil die jungen Mädchen sich fast alle dem Handel und der Industrie zuwandten“6. In der Verarmung des Mittelstandes während der Wirtschaftskrise der 1920er Jahre sah er aber auch die Chance, dass der Pflegeberuf „in Kürze wieder seine volle Anziehungskraft ausüben“7 werde. In der Summe hatten mit Ende der 20er Jahre die jüdischen Vereine über 1.000 Schwestern ausgebildet, wobei sich für die Gestaltung der Ausbildung in den verschiedenen Vereinen „insgesamt ein sehr buntes und uneinheitliches Bild“8 ergab.

Thea Wolf entsprach dem oben skizzierten Anforderungsprofil, als sie 1927 dem Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main zur Ausbildung beitrat. Sie war 20 Jahre alt, hatte Berufserfahrung als Buchhalterin und Erzieherin gesammelt und suchte eine Möglichkeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Geboren wurde sie 1907 und lebte im gutbürgerlichen Haushalt ihrer Eltern dem Metzger Moritz Wolf und seiner Frau Jeanette am Rande des sogenannten „Arbeiterviertels“ in Essen. Schon als Jugendliche war Thea Mitglied der jüdischen Jugendbewegung und kümmerte sich um die jüdischen Emigranten aus Polen, die nach dem Ersten Weltkrieg in das Ruhrgebiet kamen. Thea Wolf besuchte dann die Höhere Handelsschule und wurde Buchhalterin, diesen Lebensabschnitt beurteilte sie später folgendermaßen: „Dort endete meine zweijährige Tätigkeit mit der Bankrotterklärung des Betriebes, und ich war überglücklich,“ da sie ihre Zeit nicht mit einer „leblosen Tätigkeit“ vergeuden wollte9.

Die Motivation Krankenschwester zu werden
Ein wesentliches Ziel der spezifisch jüdischen Pflege war es, den Beweis zu erbringen, dass jüdische Krankenschwestern genauso selbstlos, opferbereit und gehorsam waren wie ihre christlichen Kolleginnen und dass die Leistung der jüdischen Schwesternschaft denen der anderen Mutterhäuser ebenbürtig war, was z.B. 1928 und 1929 in Artikeln der Monatshefte der jüdischen Großloge B’nai B’rith10 dokumentiert wurde. Um dieses Ziel zu erreichen baute man in erster Linie auf weibliche Pflegekräfte und argumentierte, dass dieser Beruf „wie kein anderer den natürlichen Fähigkeiten und Neigungen des Weibes entspricht, der so viele innere Befriedigung gewährt und seiner Trägerin eine allgemein geachtete Stellung verbürgt“11.

Aus den Erzählungen der Schwestern selbst wird ersichtlich wie wichtig ihnen das Helfenwollen war. Schwester Selma formuliert es so: „Because I lost my mother very early […] a strong need grew in me to give people that which I had missed so much: mother-love and love of human beings. Therefore I chose the profession of nursing.”12 Auch Thea Wolf und ihre Schwester, die sich oft wünschten aus dem Armenviertel wegzuziehen, bekamen von ihrer Mutter immer wieder zu hören: „Kinder, wenn wir von hier fortziehen, vergessen wir die Armen, und das darf man nicht.“13 Thea war es auch gewohnt, zu ihrem eigenen Schulbrot auch solche für bedürftige Mitschüler mitzunehmen oder, wenn sie zu den Feiertagen neue Kleidung bekam, im Gegenzug ein altes Kleidungsstück für die Armen abzugeben.

Dass sich beim Eintritt in die Frankfurter Schwesternschaft für Thea Wolf ein großer Wunsch erfüllte, drücken ihre Worte aus: „Alles erschien mir sinnvoll, notwendig und die Ärzte und Schwestern mit einem heiligen Ernst und menschlicher Anteilnahme gesegnet.“ Sie hatte das Gefühl „ein Rädchen in einer wichtigen Gemeinschaft geworden zu sein. Ich konnte etwas tun, um Leiden zu lindern und unheilbar Kranken bei ihrem Hinübergehen in eine andere Welt ihre letzten Augenblicke auf dieser Welt erleichtern.“14

Familiäre Widerstände
Um ihr Ziel, Krankenschwester werden, zu erreichen, galt es für die jungen Frauen, Traditionen zu brechen. Als Thea Wolf sich als Jugendliche für die polnischen Flüchtlinge einsetzte, hörte sie jeden Tag von ihrer Mutter: „Bereite doch lieber Deine Aussteuer für Deinen künftigen Haushalt vor.“ Um dieser Art mütterlicher Fürsorge zu entkommen, verpflichtete sich Thea Wolf 1926 mit 19 Jahren heimlich als „Helferin ohne Gehalt“15 im „Waisenhaus des Frauenvereins von 1883“ in Berlin. Thea Wolf kommentierte die Reaktion ihrer Verwandtschaft darauf mit den Worten: „Sie alle waren über meine Berufswahl anhaltend entsetzt. Sie waren der Meinung, dass ich damit auf ein >normales Leben< verzichten würde, dass ich eine Art Nonnenleben führen müsste, anstatt in ein Pensionat zu gehen, um dort zu einer guten Frau, einer guten Hausfrau ausgebildet zu werden, – und auch tanzen zu lernen, um dann zu heiraten. Ich aber wollte einen anderen, meinen Weg einschlagen, den Armen und Kranken helfen, denn um mich herum gab es so viel Elend, das ich während des Ersten Weltkrieges hautnah miterlebt hatte.“16 Die Zeit im Berliner Waisenhaus erfuhr Thea Wolf als lieblose Welt in der apathische Kinder lebten. Doch weder durch dieses deprimierende Erlebnis noch durch die ablehnende Haltung der Familie ließ sie sich in Ihrer Berufswahl beirren und meldete sich zur Ausbildung als Krankenschwester an. Es war später der Rabbi, der die Eltern beruhigen konnte, so dass sie mit der Zeit „richtig stolz auf ihre >Krankenschwester-Tochter<“ wurden.
Der oben erwähnte Gustav Feldmann sagte bereits 1901: „In der Regel soll die Bewerberin ledig sein.“17 Es wurde davon ausgegangen, dass die Berufstätigkeit in der Krankenpflege und die Ehe sich nicht vertragen, zumeist sind die Schwestern im Falle einer Heirat dann auch aus der Schwesternschaft ausgetreten. Um den Beruf trotzdem attraktiv zu halten, wurde er oft als ausgezeichnete Vorbereitung auf die Ehe beschrieben.

Ankunft als Schwesternschülerin im Frankfurter Verein für Krankenpflegerinnen

Fotografie: Speiseraum des Schwesternhauses in der Bornheimer Landwehr 85, Frankfurt am Main, 1920.
Speiseraum des Schwesternhauses in der Bornheimer Landwehr 85, Frankfurt am Main, 1920. Aus: Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main, Rechenschaftsbericht für die Jahre 1913 bis 1919, Frankfurt am Main 1920, S. 48f

1927 begann Thea Wolf ihre Ausbildung als Krankenschwesternschülerin in der Bornheimer Landwehr 85, dem Schwesternhaus des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen zu Frankfurt am Main.
Rückblickend erinnert sie sich an ihren ersten Tag: „Als ich so dasaß, war mir für einige Minuten etwas beklommen ums Herz, aber dann betrat Schwester Sara Adelsheimer das Zimmer, begrüßte mich freundlich und sagte: >Ich bin die Oberschwester und bringe Sie zu Schwester Dora. Sie ist verantwortlich für das Schwesternhaus, und sie wird Sie zu ihrem Zimmer begleiten.
Das Zimmer lag im dritten Stock des Schwesternhauses. Ich teilte es während der nächsten zwei Jahre, der Lehrzeit bis zur staatlich geprüften Krankenschwester, mit zwei anderen Schülerinnen. Die praktische Ausbildung erhielten wir im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde in der Gagernstraße 36. […]

Ein Gong rief zum Mittagessen, das wir im Erdgeschoß in einem geräumigen Speisesaal einnahmen. Hier wurde ich auch erstmals unserer Frau Oberin Minna vorgestellt. Sie war bereits pensioniert und nicht mehr tätig. […] Ich wurde auch allen älteren Schwestern vorgestellt. Sie trugen alle goldene Broschen zum Zeichen, daß sie seit mehr als fünfundzwanzig Jahren berufstätig waren. […] Dann stellte Schwester Dora mich allen übrigen Schwestern vor: >Dies ist Schwester Thea, unser neuer Zuwachs.< Ich gehörte damit zu dieser Gemeinschaft, […] ich ging zurück in mein Zimmer und […] schrieb […] an meine Eltern und teilte ihnen mit, daß alles in bester Ordnung sei, ich gut angekommen sei und mich sehr wohl fühle.“18

Edgar Bönisch, 2009

Literatur

Feldmann, Gustav 1901: Jüdische Krankenpflegerinnen. Kassel

Feldmann, Gustav 1924a: Krankenschwestern und Mittelstand. In: Central-Verein-Zeitung. Blätter für Deutschtum und Judentum; C.V.-Zeitung; Organ des Central-Vereins Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens, Nr. 39, S. 592

Feldmann, Gustav 1924b: Krankenschwestern und Mittelstand. In: Central-Verein-Zeitung. Blätter für Deutschtum und Judentum; C.V.-Zeitung; Organ des Central-Vereins Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens, Nr. 40, S. 613

Levinsohn-Wolf, Thea 1996: Stationen einer jüdischen Krankenschwester. Deutschland – Ägypten – Israel. Frankfurt am Main

Schwester Selma 2001: My Life and Experiences at „Shaare Zedek“. In: www.szmc.org.il/Eng/_Uploads/18selmaeng.pdf, Aufruf 02.06.2009

Steppe, Hilde 1997: „… den Kranken zum Troste und dem Judenthum zur Ehre …“ Zur Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Deutschland. Frankfurt am Main

Unabhängiger Orden B’nai B’rith 1921: Monatsschrift der Berliner Logen UOBB. Mitteilungen und Materialien der Großloge für Deutschland, Nr. 1, zitiert nach Steppe 1997, S. 262

Horst-Peter Wolff (Hrsg.) 2001: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte. „Who was who in nursing history“ Band 2. München

Fußnoten

1Schwester Selma 2001, S. 5 (Übers.: „1913 legten das erste Mal jüdische Schwestern eine Prüfung vor deutschen Behörden ab und erhielten ein deutsches staatliches Diplom.“)
2Unabhängiger Orden B’nai B’rith 1921
3DVJK Deutscher Verband Jüdischer Krankenpflegerinnenvereine, Nr. 1, S. 21, zitiert nach Steppe 1997, S. 266
4Steppe 1997, S. 262, Steppe zitiert eine Debatte, die in DVJK, Nr. 2, S. 92ff geführt wurde.
5Horst-Peter Wolff 2001, S. 65
6Feldmann 1924b, S. 613
7ebd.
8Steppe 1997, S. 114
9Levinsohn-Wolf 1996, S. 13
10Steppe 1997, S. 275
11Feldmann 1901, S. 5
12Schwester Selma 2001, S. 38 (Übers.: „Da ich sehr früh meine Mutter verlor […] entstand in mir ein starkes Bedürfnis Menschen das zu geben, was ich so sehr vermisste: Mutterliebe und Liebe für Menschen. Deshalb wählte ich den Beruf der Krankenschwester.“)
13Levinsohn-Wolf 1996, S. 13
14ebd., S. 23
15ebd., S. 15
16ebd., S. 22
17Feldmann 1901, S. 8
18Levinsohn-Wolf 1996, S. 21

Der Beginn der beruflich ausgeübten Pflege im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert erfolgte eine Weichenstellung hin zur Bildung eines Berufs Krankenpflege. Die Verberuflichung der Krankenpflege ist nach Hilde Steppe (1997) gebunden an das Vorhandensein einer geplanten und organisiert durchgeführten Ausbildung verbunden mit einer Bezahlung für die Ausübung dieser Tätigkeit. Da in diesem Prozess der Ausformung spezifischer Qualifizierungsmuster externe Faktoren einen maßgeblichen Einfluss hatten, spricht sie konsequent von einer Berufskonstruktion.
Die Entwicklung der Krankenpflege zum Beruf im 19.Jahrhundert in deren Kontext auch die Gründung der jüdischen Krankenpflegevereine zu sehen ist, ist das Ergebnis unterschiedlicher Einflussfaktoren und Machtkonstellationen:

Die Industrialisierung
Durch die Industrialisierung kam es zu einer Trennung von Arbeit und familiärem Leben, zu einer Trennung zwischen öffentlichem und privatem Raum. Diese Trennung war zugleich geschlechtsspezifisch organisiert, im Bürgertum war die Frau zu Hause verantwortlich, der Mann war außer Haus und sorgte für die Ernährung der Familie. (Gilt manchmal heute noch). Dieses Modell ließ sich natürlich für Arbeiterhaushalte nicht aufrechterhalten, da dort auch die Frauen zur Sicherung der Existenz außerhalb des Hauses arbeiten mussten. Die Verelendung der proletarischen Schichten führte nicht zuletzt aufgrund der schlechten Wohnverhältnisse zum Auftreten von Epidemien (z. B. Cholera). Das hatte dann im Einzelfall eine Überfüllung und Überlastung der Krankenhäuser zur Folge.
Zurück zur bürgerlichen Familie: Dort war das Bild der Frau auf Haushalt und Familie festgelegt, als Gattin sollte sie ihren Mann unterstützen, als Mutter die Kinder pflegen und erziehen. Vor diesen eigentlichen „Beruf“ konnte nun ganz praktisch eine pflegerische Ausbildung geschaltet werden. Unterstützt wurde die Berufswahl Krankenpflege durch die Tatsache, dass interessierten gebildeten bürgerlichen Frauen im 19. Jahrhundert noch kein Zugang zur Universität gestattet war. Krankenpflege war die Alternative zum Studium der Medizin und zugleich eine Vorbereitung auf die „eigentliche Bestimmung“ der Frau.

Die Durchsetzung nationalstaatlicher Interessen durch Kriege

Lithographie: Florence Nightingale im Lazarett der Selimiye-Kaserne, Istanbul
Florence Nightingale im Lazarett der Selimiye-Kaserne, Istanbul Day & Son, 1856; Library of Congress Collection Washington D. C.

Die vielen Kriege im 19. Jahrhundert lösten jeweils einen Schub in der Entwicklung der Pflege aus. Durch diese Kriege wurde die Notwendigkeit der Organisation eines effektiven Sanitätswesens deutlich. Es wurde klar, dass die pflegerische Versorgung von entscheidender Bedeutung für Sieg oder Niederlage sein würde. Florence Nightingale war durch ihren Einsatz in Krimkrieg (1854) zutiefst beeindruckt und konnte, zurückgekehrt nach England, eine moderne Pflegeausbildung auf den Weg bringen. Auch der Schweizer Henri Dunant ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Unter dem Eindruck der Schlacht von Solferino initiierte er die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Zu Friedenszeiten sollte Personal ausgebildet werden, das im Kriegsfalle die Verwundetenpflege übernehmen sollte. Die z. T. seit Beginn des Jahrhunderts bestehenden vaterländischen „[…] Frauenvereine stellten ihre Tätigkeit nun in den Dienst des Roten Kreuzes.“ (Hummel 1986, S. 18)

Die bürgerliche Frauenbewegung
Um die Jahrhundertmitte entstand fast zeitgleich in den meisten europäischen Ländern eine Frauenbewegung, die sich aus unterschiedlichen Gruppen zusammensetzte. Es lassen sich die gemäßigten bürgerlichen, die radikalen bürgerlichen, die konfessionellen und die sozialdemokratisch-kommunistischen Frauenbewegungen unterscheiden. Sie verfolgten jeweils unterschiedliche Ziele: Recht auf Berufstätigkeit, Recht auf Bildung oder Recht auf innerkirchliche oder politische Mitbestimmung stand im Vordergrund, je nach politischer Selbstdefinition.
Die gemäßigten bürgerlichen Frauen waren zahlenmäßig die größte Gruppe und bei ihnen stand die Debatte um die Berufstätigkeit der bürgerlichen Frau im Mittelpunkt. Sie forderten die außerhäusliche Betätigung der Frauen allerdings in dem ihnen „natürlicherweise“ vorgegebenen Rahmen. Letztlich, so Hilde Steppe (1997), bedeutete dies die Übertragung familialer Strukturen auf das öffentliche Leben, es wurden also typisch weibliche Berufsfelder identifiziert, sodass die ehemals häuslichen Funktionen Pflege oder Erziehung nun im öffentlichen Leben als Beruf ausgeübt werden sollten. Die radikalen bürgerlichen Frauen hingegen vertraten das Recht auf gleiche Allgemeinbildung und Möglichkeit des Zugangs zu allen Berufen und Ausbildungsstätten, außerdem die politische Gleichberechtigung mittels des Frauenwahlrechts. Für die Krankenpflege war „[…] vor allem die gemäßigte bürgerliche Frauenbewegung von Bedeutung, da deren Vorstellungen von Frauen-berufen mit dem sich entwickelnden Selbstbild des Frauenberufs Pflege weit gehend übereinstimm(t)en“ (Steppe 1997, S. 42).

Die Entwicklung in der Medizin
Infolge des medizinischen Fortschritts entwickelte sich im 19. Jahrhundert das alte Hospital von einer Aufbewahrungsstätte für mittellose Kranke, Alte und Gebrechliche zu einem medizinischen Zentrum, in dem nur noch Kranke sein sollten. Durch diese rasant verlaufende Entwicklung, die mit der Selbstdefinition der Medizin als Naturwissenschaft einherging, wurde das Krankenhaus auch für begüterte Bevölkerungsgruppen attraktiv. Auch die Ärzte, die bisher in den alten Hospitälern wenig verloren hatten, sahen in den Krankenhäusern neuen Typs eine Möglichkeit der Forschung und Lehre. Sie verlangten nun nicht mehr nur religiös gebundene Schwestern oder „Wartepersonal“, proletarische, nicht ausgebildete Frauen und Männer, sondern gebildete Frauen, die die notwendige Betreuung während der Abwesenheit der Ärzte sicherstellen konnten. Die Medizin differenzierte sich aus, die Fächer, die für uns heute selbstverständlich sind, entstanden. Ausgehend vom naturwissenschaftlichen Paradigma kam es zu ungeheuren Fortschritten, z. B. bei der Erforschung der Infektionskrankheiten.

Welche Organisationsformen entstanden nun aufgrund dieser Machtkonstellationen?
Grob gesprochen lassen sich vier große Gruppen an Pflegeverbänden unterscheiden. Die katholische Ordenspflege, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts über Frankreich und die besetzten linksrheinischen Gebiete nach Deutschland kam und sich bald im ganzen Reichsgebiet ausbreitete.
Die nächste große Gruppe stellen die Organisationen der evangelischen Diakonie dar. Die Diskussionen hatten schon in den 20er Jahren begonnen, aber erst 1836 kam es zur Gründung der Diakonissenanstalt in Kaiserswerth. Ihr Gründer Theodor Fliedner übernahm Teile des katholischen Modells, die Abgeschiedenheit und die karitativ-christliche Auffassung der Krankenpflege. Andererseits springt die Orientierung am bürgerlichen Modell der Familie ins Auge, der Theologe und die Oberin an der Spitze, darunter die „Kinder“ (Diakonissen), für die gesorgt wird, alle in einem Haus. Dieses als Mutterhaus beschriebene System ist eine typisch deutsche Entwicklung, in der persönliche Unfreiheit mit sozialer Absicherung verbunden war. Es wurde auch von den Schwesternschaften vom Roten Kreuz übernommen, die die dritte große Gruppe darstellten. Auch die jüdischen Krankenpflegevereine organisierten sich als Mutterhäuser (Steppe 1997). Als vierte Gruppe sind die freien, ungebundenen Schwestern zu nennen, die nicht mehr an das Mutterhaus gebunden arbeiten wollten. Agnes Karll, eine ehemalige Rot Kreuz Schwester gründete 1903 die Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands (B.O.K. D.). Dieser Schritt geschah in engem Kontakt und mit Unterstützung der bürgerlichen Frauenbewegung. Ende der neunziger Jahre des 19.Jahrhunderts bildeten sich die ersten freigewerkschaftlichen Pflegeorganisationen (vgl. Wolff/Wolff 1994).
Einen Überblick über die zahlenmäßige Entwicklung in der Krankenpflege bietet die folgende Tabelle:

Jahr: 1876 / 1898:

Gesamtzahl: 8.681 / 26.427
in katholischen Mütterhäusern: 5.763 / 12.427
in evangelischen Mütterhäusern: 1.760 / 7.576
Andere: 525 / 3.613
freie Schwestern: 655 / 2.398
Quelle: Jutta Helmerichs

Wie und durch wen wurden die pflegerischen Inhalte definiert?
Nicht Krankenschwestern definierten, was im Krankenhaus zu passieren hatte, die enorm expansive Medizin hatte Bedarf an guten Krankenschwestern, die sie während ihrer Abwesenheit vom Krankenbett dort vertreten konnten. Die Forderungen nach einer von Orden unabhängigen Krankenpflegeausbildung unter Einbezug der Erkenntnis der Medizin mehrten sich. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Rahmen der Sozialgesetzgebung im Jahre 1883, die mit einer Zunahme der Krankenhausbetten und der Patientenzahlen einherging. Auch aus der Frauenbewegung heraus kamen Forderungen nach einer Ausbildung. Sie sollte über die „natürliche Bestimmung“ der Frauen hinausgehen. Die Bedingung für einen Beruf, der neben der Bezahlung eine Ausbildung mit Vermittlung spezieller Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen voraussetzt, war im 19. Jahrhundert noch nicht gegeben, erst im beginnenden 20.Jahrhundert wurde mit dem ersten Krankenpflegegesetz 1907 ein wichtiger Schritt in diese Richtung unternommen. Vorher hatte es lediglich in einzelnen Mutterhäusern Festlegungen für bestimmte Ausbildungsinhalte gegeben (Hummel 1986).

Alle die oben beschriebenen Kräfte beeinflussten auch die Bildung der jüdischen Krankenpflegevereine und führten zu deren spezifischer Ausprägung.

Eva-Maria Ulmer, 2009

Literatur

Helmerichs, Jutta 1992: Krankenpflege im Wandel (1890 bis 1933). Dissertation Universität Göttingen

Hummel, Eva 1986: Krankenpflege im Umbruch (1876-1914). Freiburg i. Br.

Steppe, Hilde 1997: „…den Kranken zum Troste und dem Judenthum zur Ehre…“. Zur Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Deutschland. Frankfurt/M.

Steppe, Hilde 2003: „Die Vielfalt sehen, statt das Chaos zu befürchten.“ Ausgewählte Werke.

BernWolff, Horst-Peter; Wolff, Jutta 1994: Geschichte der Krankenpflege. Basel